Frohes Neues Jahr!

Ich wün­sche euch allen ein fro­hes neu­es Jahr und alles Gute für 2022! Viel Freu­de und Erfolg bei allem, was ihr euch für das neue Jahr vor­ge­nom­men habt, und dem, was ihr spon­tan macht!

Bevor ich vol­ler fri­scher Ener­gie ins neue Jahr star­te, möch­te ich noch­mal kurz zurück schau­en auf mei­ne letz­ten 12 Mona­te. Wenig über­ra­schend hat die Coro­na-Pan­de­mie wei­ter­hin vie­les in mei­nem All­tag bestimmt. Trotz Imp­fun­gen sind wir hier in Mün­chen noch lan­ge nicht zurück zur Nor­ma­li­tät. Lei­der konn­te ich erst im Herbst wie­der für ein paar Wochen ins Büro gehen und habe die meis­te Zeit des Jah­res wei­ter­hin im Home­of­fice verbracht.

Auch, weil wei­ter­hin vie­le mei­ner Frei­zeit-Akti­vi­tä­ten ein­ge­schränkt waren, hat sich die­ses Jahr sehr lang ange­fühlt, aber pas­siert ist ver­hält­nis­mä­ßig wenig. Trotz­dem, ein paar span­nen­de Din­ge habe ich schon erlebt:

Spannende Erlebnisse und Erfolge in 2021

Ein Groß­teil der wesent­li­chen Erfol­ge und Erleb­nis­se im letz­ten Jahr waren im Zusam­men­hang mit der Uni. Seit dem letz­ten Früh­jahr bin ich Mit­glied der IMPRS-QST, eines Pro­mo­ti­ons­pro­gramm des Max Planck Insti­tuts für Quan­ten­op­tik und der bei­den Münch­ner Unis. Unter ande­rem bei der Sum­mer School die­ses Pro­gramms habe ich einen mei­ner ins­ge­samt 4 grö­ße­ren Vor­trä­ge gehal­ten – for­mal in Har­vard, mit denen zusam­men die Schu­le die­ses Mal ver­an­stal­tet wur­de, aller­dings in der Pra­xis doch „nur“ vir­tu­ell. Zusätz­lich habe ich mei­ne Arbeit nicht nur in „unse­ren“ Grup­pen­se­mi­na­ren zuhau­se in Mün­chen vor­ge­stellt, son­dern auch (in Prä­senz) in den Grup­pen von Mar­kus Grei­ner (Har­vard) und Moham­mad Hafe­zi (Univ. of Mary­land). Mei­ne bei­den Vor­trä­ge in den USA waren dabei natür­lich ver­bun­den mit mei­ner sehr inter­es­san­ten USA-Rei­se.

Im Kon­text mei­ner Pro­mo­ti­on möch­te ich auch mei­ne bei­den neu­en Paper auf dem arXiv gegen Ende des Jah­res nicht vergessen:

  1. „Sym­me­try-pro­tec­ted Bose-Ein­stein con­den­sa­ti­on of inter­ac­ting hard­core Bosons“ – ein Pro­jekt geführt von Reja Wil­ke, einer sehr begab­ten und enga­gier­ten Bache­lor-Stu­den­tin an unse­rem Lehr­stuhl. In die­sem Pro­jekt haben wir bestimm­te Teil­chen in einer rad­för­mi­gen Geo­me­trie unter­sucht. Zum einen haben wir eine ana­ly­ti­sche Lösung des Pro­blems her­ge­lei­tet (kommt heu­te nicht mehr so oft vor), zum ande­ren konn­ten wir zei­gen, dass die Anzahl der Teil­chen auf dem inne­ren Platz des Rads wesent­li­che Erkennt­nis­se über den Zustand des Sys­tems liefert.
  2. „Snapshot-based detec­tion of Latex formula-Laugh­lin sta­tes: cou­pled chains and cen­tral char­ge“ – mein zwei­tes „first author“-Paper, wo ich den Groß­teil der nume­ri­schen Arbeit und des Paper-Schrei­bens geleis­tet habe. Hier haben wir uns Teil­chen auf Ket­ten ange­schaut, die mit ver­schie­de­ner Wahr­schein­lich­keit zwi­schen den ver­schie­de­nen Ket­ten hüp­fen. Dabei haben wir einen Zustand genau­er unter­sucht, der in ähn­li­cher Wei­se auch in Fest­kör­per­sys­te­men vor­kommt. Ins­be­son­de­re haben wir eine neue Metho­de vor­ge­schla­gen, mit der in heu­ti­gen Expe­ri­men­ten eine wesent­li­che Eigen­schaft die­ses Zustands beob­ach­tet wer­den kann, die sich bis­her direk­ten Mes­sun­gen entzog.

Bei­de Paper haben wir an Phy­si­cal Review Let­ters (PRL) geschickt und der Peer Review Pro­zess läuft gera­de. Mein ers­tes „first author“-Paper aus dem letz­ten Herbst konn­ten wir die­ses Jahr als Let­ter in Phy­si­cal Review B (PRB) ver­öf­fent­li­chen, für PRL hat es lei­der nicht ganz gereicht. Aber das wird schon noch 🙂

Abge­se­hen von die­sen aka­de­mi­schen Fort­schrit­ten habe ich im letz­ten Herbst end­lich mal wie­der ein Kon­zert sin­gen dür­fen! Ende Okto­ber haben wir in Göt­tin­gen mit dem göt­tin­ger vokal­ensem­ble (gve) das „Deut­sche Requi­em“ von Johan­nes Brahms auf­ge­führt. Die Pro­ben mit dem gve haben mir sehr viel Spaß gemacht und es freut mich nach wie vor, die­se Kon­tak­te nach Göt­tin­gen wei­ter­hin hal­ten zu können.

Auch poli­tisch war das Jahr recht erfolg­reich. Im Bezirks­aus­schuss konn­te ich mich als Vor­sit­zen­der des Unter­aus­schus­ses „Fami­lie, Sozia­les, Aus­bil­dung“ wei­ter­hin für die Men­schen in mei­nem Stadt­be­zirk ein­set­zen. Außer­dem haben wir über den Som­mer mit einem tol­len Team vor Ort einen unter den momen­ta­nen Umstän­den auch sehr enga­gier­ten Bun­des­tags­wahl­kampf geführt. Mit Erfolg – der Münch­ner Süden hat mit Sebas­ti­an Roloff nun end­lich wie­der einen SPD-Abge­ord­ne­ten in Berlin!

Lesen, Schreiben, Sprechen

Zu Beginn des letz­ten Jah­res hat­te ich mir ein paar Zie­le gesetzt, um weni­ger Zeit am Han­dy und dafür mehr Zeit mit aus mei­ner Sicht qua­li­ta­ti­ve­ren Din­gen zu ver­brin­gen. Zum Teil ist mir das tat­säch­lich gelun­gen, auch wenn ich die­sen „Vor­satz“ auch für das neue Jahr wei­ter auf mei­ner Lis­te behal­ten möchte.

Zum ers­ten Mal seit lan­ger Zeit habe ich end­lich wie­der ernst­haf­ter Bücher gele­sen! Mit sie­ben Büchern in 2021 habe ich mein Ziel von zwölf Büchern zwar nicht ganz erreicht, aber ich bin auf einem guten Weg. Für das neue Jahr neh­me ich mir wie­der zwölft Bücher vor, viel­leicht klappt es ja die­ses Mal noch bes­ser? Lese­stoff habe ich nach Weih­nach­ten und Geburts­tag jeden­falls jetzt wie­der mehr als genug…

Außer­dem habe ich immer­hin elf Blog­bei­trä­ge geschrie­ben im letz­ten Jahr. Fünf davon waren mei­ne Rei­se­be­rich­te aus den USA – das möch­te ich auch im neu­en Jahr auf jeden Fall wei­ter­hin durch­hal­ten. Zu ent­de­cken gibt es ja wei­ter­hin genug.

Außer­dem habe ich im Früh­jahr ange­fan­gen mit Duo­lin­go Fran­zö­sisch zu ler­nen. Inzwi­schen habe ich 229 Tage in Fol­ge mit Duo­lin­go geübt und habe mei­ner Mei­nung nach schon ein biss­chen Fran­zö­sisch-Grund­wis­sen aufgebaut.

Alles in allen war das letz­te Jahr doch ganz erfolg­reich und irgend­wie gleich­zei­tig rela­tiv ent­spannt. Natür­lich gab es stres­si­ge Pha­sen, aber ins­ge­samt habe ich mich mehr um mich selbst geküm­mert als in ver­gan­gen Jah­ren und hat­te das Gefühl, mich nicht mehr so oft stres­sen zu lassen.

Hof­fent­lich kann ich mir das für das neue Jahr bei­be­hal­ten! Mei­ne Prio­ri­tät für das ers­te Quar­tal 2022 wird jeden­falls schon­mal mei­ne kör­per­li­che und geis­ti­ge Gesund­heit sein. Ich habe die Hoff­nung, dass wir dann im spä­te­ren Ver­lauf des Jah­res auch tat­säch­lich so lang­sam wie­der in Rich­tung Nor­ma­li­tät unter­wegs sind. Wäre doch toll, wenn ich mein drit­tes und vor­aus­sicht­lich letz­tes voll­stän­di­ges Pro­mo­ti­ons­jahr noch­mal mit mehr per­sön­li­chen Tref­fen erle­ben darf! 🙂

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